Hier ist ein Artikel für Menschen, die helfen wollen, aber auf ihr Budget achten müssen. Denn oft herrscht der Irrglaube, dass man unter 30 Euro im Monat gar nichts bewirken kann. Das stimmt nicht.
Helfen mit kleinem Budget: Was eine Afrika-Patenschaft für 10 Euro bewirken kann
Wer an eine Kinderpatenschaft denkt, hat meist eine Summe von 30 bis 40 Euro im Kopf. Das ist der Standardbetrag großer Organisationen wie World Vision oder Plan International. Für viele Menschen ist das – gerade in Zeiten hoher Inflation – eine monatliche Belastung, die sie scheuen.
Doch muss Hilfe immer teuer sein? Die gute Nachricht: Nein. Auch für 10 Euro im Monat können Sie in Afrika nachhaltig Leben verändern. Sie müssen nur wissen, nach welcher Art von Patenschaft Sie suchen.
1. Der Realitäts-Check: Warum kostet das „Klassiker-Kind“ 30 Euro?
Warum bieten die großen Hilfswerke kaum Patenschaften für 10 Euro an?
Eine klassische Kinderpatenschaft finanziert nicht nur Schulhefte. Sie deckt medizinische Versorgung, Ernährungssicherung, Gemeinschaftsprojekte (Brunnen) und die Verwaltung ab, die nötig ist, um Berichte zu schreiben und Fotos zu machen. Das ist für 10 Euro logistisch kaum machbar.
Wer weniger geben kann, sollte sich daher von der Idee der „Exklusiv-Patenschaft“ für ein bestimmtes Kind verabschieden und nach alternativen Modellen suchen.
2. Die Lösung: Projekt- und Themenpatenschaften
Für 10 bis 15 Euro bieten fast alle großen Organisationen sogenannte Projektpatenschaften an.
- Wie es funktioniert: Ihr Geld geht nicht an das Kind „Kofi aus Ghana“, sondern in einen Thementopf, z. B. „Bildung“ oder „Wasser“.
- Der Vorteil: Es ist effizienter. Die Organisation muss keine individuellen Briefe übersetzen (was Geld kostet), sondern kann jeden Euro direkt in den Bau von Klassenzimmern stecken.
- Beispiele:
- UNICEF: Bietet „Pate für Weltkinder“ schon ab kleinen Beträgen an.
- Welthungerhilfe: Hier können Sie regelmäßiger Förderer werden, oft mit frei wählbaren Beträgen.
3. Die „Schulbank-Patenschaft“: Bildung ist günstig
Es gibt viele spezialisierte Organisationen, die sich rein auf die Schulgebühren konzentrieren. In vielen afrikanischen Ländern ist der Schulbesuch zwar theoretisch kostenlos, aber Uniformen, Bücher und Gebühren „für den Tisch“ kosten Geld.
- Oft reichen 10 bis 15 Euro, um einem Kind den Schulbesuch zu ermöglichen.
- Hier lohnt sich der Blick auf kleinere Vereine. Es gibt in Deutschland hunderte kleine „Eine-Welt-Vereine“, die ehrenamtlich arbeiten und Partnerschulen in Tansania, Kenia oder Uganda unterstützen. Da diese Vereine kaum Verwaltungskosten haben, reichen hier oft 10 Euro für eine Schulpatenschaft.
- Wichtig: Prüfen Sie bei kleinen Vereinen die Transparenz (Jahresbericht, Website, persönlicher Kontakt).





